Elektronische iButton-Schlüssel (Dallas Touch Memory oder kurz TM) sind eine originale Familie von Mikrochips, die ursprünglich von der Firma Dallas Semiconductor, USA, entwickelt und hergestellt werden. Jeder dieser Mikrochips ist in einem zylindrischen, wetterfesten Stahlgehäuse untergebracht und besitzt eine einzigartige Registriernummer (ID), die während der Herstellung im internen permanenten Speicher hinterlegt wird. Die Anzahl der möglichen ID-Kombinationen beträgt bis zu 256 Billionen – dies ist mehr als ausreichend, um ein zufälliges Erraten praktisch auszuschließen.

Alle elektronischen iButton-Schlüssel erfüllen strenge Standards. Versuchen Sie, sie zu verbiegen – das ist unmöglich. Werfen Sie das Gerät auf den Boden, treten Sie darauf oder tauchen Sie es in Wasser oder Schnee – alles vergeblich. Das Gehäuse des Schlüssels hält mechanische Stöße von bis zu 500 G aus und besitzt einen Betriebstemperaturbereich von -40 °C bis +85 °C (für iButton DS1990 Schlüssel) bzw. von -40 °C bis +70 °C für alle anderen Modelle. Im Vergleich zu einer Münze übersteht der iButton einen Sturz aus 1,5 Metern auf Beton, eine Belastung von 11 Kilogramm und ist unempfindlich gegenüber magnetischen und statischen Feldern sowie industrieller Atmosphäre.

Der elektronische iButton-Schlüssel ist für eine Nutzungsdauer von 10 Jahren ausgelegt und garantiert die Unversehrtheit des Gehäuses bei über 1 Million Kontaktvorgängen mit dem Lesegerät. Seine kompakte Form in Form einer dicken Münze sorgt für eine selbstzentrierende Position im entsprechenden Steckkontakt des Lesegeräts, was eine einfache Handhabung gewährleistet.

Der iButton-Schlüssel kann praktisch auf jeder Oberfläche befestigt werden, ideal für Leiterplatten, Kunststoffkarten, Identifikationsanhänger und Schlüsselanhänger.

Funktional werden die iButton-Schlüssel wie folgt unterschieden:

  • Schlüssel nur mit Identifikationsnummer (ID) – Modelle iButton DS1990.

  • Schlüssel mit ID und Speicher (nichtflüchtiger RAM, ROM und EEPROM) – Modelle iButton DS1992, DS1993, DS1995, DS1996.

  • Schlüssel mit ID und geschützt nichtflüchtigem RAM – Modelle iButton DS1991, DS1977.

  • Schlüssel mit ID, nichtflüchtigem RAM und Echtzeit-Uhr-Kalender – Modell iButton DS1994.

  • Schlüssel mit ID und Echtzeit-Uhr-Kalender – Modell iButton DS1904.

  • Schlüssel mit ID und digitalem Thermometer (sogenannte Thermochrons).

  • Schlüssel mit ID und Java-Kryptoprozessor.

Aufbau der elektronischen iButton-Schlüssel (Dallas Touch Memory Schlüssel)

Um eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen zu gewährleisten, werden die Halbleiterchips der elektronischen iButton-Schlüssel in ein MicroCan-Stahlgehäuse eingebettet. Das Gehäuse ist ein kleiner Zylinder mit einem Durchmesser von 16,25 mm und einer Höhe von 3,10 mm (Modifikation F3) oder 5,89 mm (die heute am häufigsten verwendete Modifikation – F5).

Die obere Abdeckung ist elektrisch durch eine Polypropylenhülse vom restlichen Zylinder isoliert und dient als Kontakt des iButton-Schlüssels für das Auslesen der Daten. Der untere Teil des Zylinders besitzt einen Flansch, der die Befestigung des Schlüssels an verschiedenen Zubehörteilen erleichtert und fungiert als gemeinsamer Kontakt.

Im Jahr 2002 wurde das MicroCan-Gehäuse zertifiziert. Alle Geräte in diesem Gehäuse verfügen über eine sanitäre und epidemiologische Zulassung und entsprechen den staatlichen sanitären und epidemiologischen Normen.

Abmessungen der elektronischen iButton-Schlüssel

Kontaktlose Smartcards, Schlüsselanhänger und Armbänder der MIFARE-Familie gehören zu den geschützten Arten von Hochfrequenz-RFID-Identifikatoren, die auf einer Frequenz von 13,56 MHz arbeiten. Neben einer eindeutigen Identifikationsnummer (UID) verfügen sie außerdem über einen integrierten Speicher mit einer Kapazität von MI (Speichervolumen).

Dank der hohen Identifikationsgeschwindigkeit werden Smartcards und andere Varianten von MIFARE-Identifikatoren häufig als Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr, Kunden-Discountkarten, Smartcards für Sozialprojekte sowie als Identifikationskarten für den Zugang zu Computern und Gebäuden eingesetzt.

Der Einsatz von RFID-Karten, Schlüsselanhängern und Armbändern der MIFARE-Familie in Zutrittskontroll- und Zugangssystemen (ZKS) anstelle klassischer Proximity-Karten, die nur eine einfache Identifikationsnummer (ID) enthalten, erhöht erheblich die Sicherheit des Schutzobjekts und reduziert die Anzahl unbefugter Zugänge zum geschützten Bereich.

Dies wird erreicht, indem statt der gewöhnlichen, frei auslesbaren Nummer des kontaktlosen Zugangsausweises ein anderer Identifikator verwendet wird, der in einem geschützten Speicherbereich der kontaktlosen Smartcard, des Schlüsselanhängers oder Armbands der MIFARE-Familie gespeichert ist.

Die Arbeit mit den Identifikatoren der MIFARE-Familie – sowohl Lesen als auch Schreiben – erfolgt über entsprechende kontaktlose Leser, die je nach ihren Fähigkeiten die Auslesung der Identifikationsnummer (UID) sowie den Zugriff auf den Speicher der Smartcard, des Schlüsselanhängers oder Armbands unterstützen.